Schädigungskontrollierte Umformungsprozesse

01.01.2017
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Der Transregio-SFB „Schädigungskontrollierte Umformprozesse“ wird ab dem 01.01.2017 gefördert. Dies gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft Mitte November nach der Sitzung des Bewilligungsausschusses bekannt. Dieses zwischen der RWTH Aachen und der TU Dortmund durchgeführte Großprojekt erhält nun in den nächsten 4 Jahren eine Förderung von etwa 8 Mio Euro. Sprecher des Transregios ist Prof. A. Erman Tekkaya vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund, Standortsprecher an der RWTH Aachen ist Prof. Gerhard Hirt vom Institut für Bildsame Formgebung. Weitere beteiligte Einrichtungen sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf.

Schädigung ist kein Versagen – dies ist der Leitgedanke des Transregios. Daher sollen die Schädigungsmechanismen beim Umformen von Stählen identifiziert, charakterisiert und modelliert werden, um die Auswirkungen der Schädigung auf die Produkteigenschaften zu verstehen und quantitativ zu bewerten. Mit Hilfe des Projekts sollen neue Methoden zur Bewertung von umformtechnischen Prozessketten entwickelt werden, die nicht nur die Maßgabe der Umformbarkeit, sondern auch die der von der Schädigung beeinflussten Gebrauchstauglichkeit der Produkte Beachtung schenken. Damit soll es möglich werden, den Schädigungsgrad während der Umformung zu kontrollieren und die Schädigung durch Anpassung des Prozesses gezielt einzustellen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den ressourceneffizienten Leichtbau.

An der RWTH Aachen beteiligen sich neben dem IEHK (Lehr- und Forschungsgebiet für Werkstoff- und Bauteilintegrität) und dem Institut für Bildsame Formgebung (IBF) auch das Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE) sowie das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) mit dem Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren am TRR188.